Du kannst den Blog deiner Webseite löschen| So funktioniert SEO 2026

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Du denkst, mehr Traffic auf deiner Webseite heißt einfach mehr Blogartikel schreiben? Dann verbrennst du gerade deine Zeit. SEO funktioniert heute komplett anders, als die meisten glauben.

In dieser Folge erklärt Natascha Schindler, warum der klassische Firmenblog so gut wie nichts bringt und was stattdessen wirklich für Rankings sorgt. Es geht um Themenautorität, darum wie Suchmaschinen in Entitäten denken und warum ein durcheinandergewürfelter Blog mit Azubi-Posts neben Fachartikeln die Suchmaschine eher verwirrt als überzeugt.

Wir sprechen über das Pillar-Page-Cluster als Gegenmodell zum Blog. Ein Hauptthema in der Mitte, viele vertiefende Artikel drumherum und alles sauber miteinander verlinkt. So entsteht aus einzelnen Texten ein echtes Wissensnetz statt einer langen, datierten Artikel-Liste, die mit der Zeit an Glaubwürdigkeit verliert.

Außerdem zeigen wir, warum dein Podcast die beste Datenbasis für SEO-Content ist und wie du auch ohne Podcast mit einem einfachen Team-Call genug Substanz für richtig gute Artikel bekommst. Das Stichwort dahinter ist Information Gain, also echter Mehrwert, den es so noch nicht im Netz gibt und den KI-Slop niemals liefern kann.

Das erwartet dich:

  • Warum einzelne Blogartikel kein SEO-Hebel sind und nie waren
  • Wie Themenautorität und Entitäten über deine Rankings entscheiden
  • Das Pillar-Page-Cluster Schritt für Schritt erklärt
  • Evergreen-Content statt datierter Blog-Liste
  • Wie du mit Podcast oder Team-Call genug Stoff für Artikel sammelst
  • Warum Information Gain das wichtigste Element für gute Positionierungen ist
  • Wie du dich trotz starker Konkurrenz mit Qualität durchsetzt

Lass dich nicht entmutigen. Das halbe Internet ist unsichtbar, genau da liegt deine Chance.

Hosts

Lukas Lehmann

@Forest Stories


Natascha Schindler

@Waldhirsch


Das Transkript der Folge

Lukas:

Wenn man sich überlegt, mehr Traffic auf die Webseite zu bekommen, dann denkt man meistens, ich brauch besseres SEO, ich muss einen Blogartikel machen oder einen ganzen Blog mit ganz vielen Artikeln. Aber Natascha wird uns heute sagen, warum das nicht der Fall ist, warum man nicht unbedingt einen typischen Blog braucht, und was man stattdessen tun sollte. Natascha, vielleicht kannst du mal erzählen, wie das so vor zehn Jahren war, wo man SEO gemacht hat. Und wie jetzt dieser Verlauf war, dass man jetzt vielleicht gar kein Blogartikel mehr braucht oder keine Blogartikel mehr braucht. Wie kommen wir zu dieser steilen These, nimmst du uns ein bisschen mit auf die Reise?

Natascha:

Ja, also zehn Jahre ist tatsächlich immer noch ein recht kurzer Zeitraum. SEO hat sich auch schon vor zehn Jahren dahingehend gewandelt, dass so einzelne Blogartikel nicht die Allheillösung sind, sondern da gibt es einfach bessere Strategien. Das hat damit zu tun, wie die Suchmaschine Inhalte versteht und verarbeitet. Wenn wir ein bisschen mehr als zehn Jahre zurückgehen, dann landen wir irgendwann in der Zeit, wo es tatsächlich um einzelne Keywords und Worthäufigkeiten ging. Aus dieser Zeit kommen noch so diese Konzepte von, ich brauch bestimmte Keyword-Dichte. Also die Keywords müssen so und so viel mal vorkommen. Daher kommen auch noch diese ganzen Tricks mit weißem Text auf weißem Hintergrund und so weiter. Und es funktioniert ja heute alles nicht mehr. Und das liegt eben daran, dass sich halt grundlegend geändert hat, wie Suchmaschinen Inhalte verstehen. Und dass ich sage, ein Blog ist keine gute Lösung, liegt daran, dass Blogs in der Regel so … ich mach mal irgendwas, Moves sind. Also ich erleb das ganz, ganz oft in Kundenprojekten, wenn die dann kommen und sagen, ja, wir haben schon mal mit SEO angefangen. Und ich dann frag, was habt ihr denn gemacht? Ja, wir haben da mal einen Blogartikel geschrieben.

Lukas:

Oder ganz wilde Themen, einfach eine große Liste. Und dann Thema XYZ, die vielleicht gar nichts mit zu tun haben. Einfach, was halt gerade irgendwie spannend ist.

Natascha:

Eine Liste wäre schon cool, wenn’s die gäbe. Meistens ist es tatsächlich einfach nur so dieses, jemand hatte das Gefühl, man muss da dringend mal was machen, und hat dann einfach irgendein Blogartikel geschrieben. Und ohne zu prüfen, gibt es da überhaupt Suchvolumina, löst es einen Engpass, brauchen Menschen diese Informationen. Wenn ja, wie müssen diese Informationen überhaupt aufbereitet sein, sodass es was bringt. Und kann ich das bei mir überhaupt irgendwie thematisch sinnvoll einclustern. Also da gibt’s ja so, sag ich mal, wenn man Themenautorität insgesamt aufbauen will, ganz viele Vorfragen, die man beantwortet haben sollte. Und ja, muss, wenn man das sinnvoll machen will. Was nicht heißt, dass es ganz, ganz schlimm ist, einen Blog zu schreiben. Er ist dann halt nur nicht dieser SEO-Hebel, den sich ganz viele Leute davon versprechen.

Lukas:

Vielleicht kann man nochmal den Begriff Themenautorität, hast du jetzt einfließen lassen. Heißt im Prinzip einfach, man ist jetzt irgendwie Mittelständler im Metallbau, was auch immer. Und man hat zu Thema Metallbau, vielleicht irgendeine spezielle Nische. Wenn jemand danach sucht, dann müssen irgendwelche Artikel, irgendwelche Inhalte von der Firma im besten Fall dann kommen. Und wenn man da in den ersten paar Artikeln kommt, hat man so eine Themenautorität. Kann man sich das so vorstellen?

Natascha:

Genau, also im Endeffekt müssen wir uns so vorstellen, ich bring noch mal ein neues Wort. Also auch stark vereinfacht, aber Google denkt in sowas wie Entitäten. Also jede Suchmaschine. Das heißt, es gibt im Endeffekt so Sachen, die miteinander in Beziehungen stehen und die bilden dann eine Entität. Und wenn ich so eine ganzheitliche Entität bin, dann habe ich natürlich auch ein gewisses Maß an Vertrauen, was mir die Suchmaschine schenkt. Weil sie weiß, okay, da bekomme ich Informationen dazu, das ist quasi eine fest verknüpfte Info von dieser Entität. Und die möchte ich ja aufbauen. Und die baue ich auf, indem ich auch einer gewissen Struktur folge, das heißt, die Sachen halt so aufbaue, dass daraus überhaupt eine Entität entstehen kann. Und das kann halt nicht passieren, wenn ich irgendwie mal da, mal dort was mache. Also ganz klassisch der Firmenblog. Ich bleibe mal bei deinem Metallbauer-Beispiel. Dann kann es sein, dass da halt der Blog ist. Und dann gibt es da einen Artikel über, hey, wir suchen einen Azubi, dann gibt es da einen Artikel über ein Thema, was tatsächlich gesucht wird. Dann kommt, wir waren auf einer Messe, dann kommt, keine Ahnung, vielleicht so irgendein Firmenfest. Dann kommt vielleicht wieder ein Fachartikel. Und das ist dann aber alles so wild und durchmixt, dass diese Fachartikel, die vielleicht sogar ein Suchbedürfnis abbilden, komplett untergehen in diesem Gesamtrauschen, weil sie strukturell eben nicht so aufgebaut sind, dass sie als Fachartikel wirklich wirken können. Also es ist dann halt nur so dieses, es ist halt auch dabei.

Lukas:

Das verwirrt dann wahrscheinlich die Suchmaschine eher, warum da jetzt zu dem Artikel plötzlich ein Azubi-Artikel nebendran steht, in der gleichen Ebene sozusagen.

Natascha:

Genau, und wir bekommen halt da nicht dieses Netz aus Wissen hin, was wir auf einer Webseite spinnen wollen. Also ganz viel von Themenautorität entsteht eben durch das Konzept von einem Pillar-Page-Cluster. Das ist im Endeffekt so gedacht, man hat ein Hauptthema. Und zu diesem Hauptthema hab ich dann wiederum vertiefende Artikel. Also ich mach ein Beispiel wie bei uns. Wir haben das Thema Podcast-Marketing. Und da gibt es dann einen Artikel, der das halt gesamtheitlich abdeckt, als Überblick. Und dann gibt es ja aber auch noch ganz viele kleine Folgefragen. Und diese ganzen kleinen Folgefragen, die möchte ich ja natürlich auch auf der Webseite beantworten. Und das bekommt dann wieder eigene Inhalte. Also zum Beispiel gibt es dann einen Artikel oder ein Content-Piece darüber, wie mache ich eine Folgenvorbereitung oder sowas. Und wenn das jetzt in so einem Pillar-Cluster organisiert ist, dann verweisen diese Sachen auch alle auf sich. Also dann hab ich quasi diese Pillar-Page, die sagt, hey, das brauchst du alles für den Podcast. Und wenn du jetzt schon einen Schritt weiter bist, dann kannst du hier nachlesen, wie mache ich die Vorbereitung?

Lukas:

Also es ist dann trotzdem eigentlich ein klassischer Blog, nur mit mehr Struktur. Also man kann es im Prinzip trotzdem Blog nennen, aber halt mit mehr Tiefe dahinter, wie jetzt einfach nur irgendwelche random Artikel untereinander. Oder sind die dann irgendwie anders, im Optimalfall anders, strukturiert? Oder hat man dann auch so eine Blogseite, wo die ganzen Artikel sind?

Natascha:

Genau, das ist jetzt ein bisschen Wortklauberei, sag ich mal, wie der klassische Blog, der ist ja auch so dieses Datierte. Also zum Beispiel hast du immer ein Datum dabei, was ja auch dafür sorgt, dass irgendwann ein Artikel auch ein bisschen an Glaubwürdigkeit verliert. Also zum Beispiel möchte ich jetzt ja bei Marketing-Themen will ich lieber was Aktuelles lesen, wie irgendwie ein Input von vor zehn Jahren, weil ich da gar nicht mehr weiß, ist der überhaupt noch relevant. Wenn ich jetzt halt mit so einem klassischen Blog arbeite und da ist es ja in der Regel so, okay, ich hab dann Text drauf, das Ganze ist datiert, das verschwindet halt dann in so einer langen Blogartikel-Liste, dann ist das natürlich suboptimal. Und durch so eine Struktur, die wir zum Beispiel auch von einer Datierung ja loslösen können, erstellen wir dann halt einen sogenannten Evergreen-Content, also im Endeffekt ein Wissenscluster, was halt erst mal datumslos immer funktioniert und natürlich aber auch immer upgedatet werden muss. Also wir stecken hier die ganze Ressource eigentlich in ein fest definiertes Wissenscluster, was wir erschließen wollen und halt nicht in einzelne Artikel.

Lukas:

Das ist ja auch das Schöne an der Webseite, dass man da auch so volle Kontrolle hat über die Inhalte, wie sie dargestellt werden. Weil wenn jetzt, hat mich jetzt gerade erinnert, wenn du sagst mit dem Datum, dass irgendwas veraltet ist, wenn man sich jetzt ein YouTube-Video anschaut und man sieht, oh, das ist schon zehn Jahre alt zu irgendeinem Thema, dann denkt man, hat’s erst mal, finde ich persönlich, weniger Wertung, wie wenn man jetzt ein YouTube-Video anschaut, was jetzt gestern veröffentlicht wurde, denkt man, ist alles aktueller, neuster Stand und so weiter. Aber man hat ja auf YouTube oder auf Instagram oder sonst wo, gar keine Kontrolle darüber, wie die Sachen dargestellt werden oder nur ganz minimal. Und auf der Webseite ist echt das Schöne, man kann sagen, also man kann, sag ich mal, verbergen, wie alt jetzt ein Artikel ist. Und der hat dadurch immer noch die Wertigkeit, so wie du sagst.

Natascha:

Ja, und es geht nicht mal darum, dass wir sagen, okay, altes Wissen ist per se schlecht, aber ich möchte natürlich, zum Beispiel auch, wenn ich dann Content-Updates mache, wenn ich dann sage, okay, ich habe halt einen alten Artikel von vor zehn Jahren und dann pflege ich den da weiter und der ist trotzdem irgendwo bei mir auf der letzten Blogseite. Klar, dann kann ich das Datum ändern, dass er wieder vorrückt und so weiter. Da gibt es schon irgendwelche Workarounds, aber es sind halt alles Workarounds. Und genau das, dass so ein klassischer Blog im Endeffekt nur immer ein Kompromiss ist, ist halt Teil des Problems.

Lukas:

Ja, voll. Okay, also, wir haben jetzt, sag ich mal, festgelegt, es ist eigentlich schon eine Art Blog, aber man muss sich Gedanken machen. Vielleicht können wir jetzt auf dieses Cluster mal noch ein bisschen genauer eingehen oder dieses, das ist ja wie so ein Spinnennetz, sag ich mal, mit ganz vielen Verbindungen und was sich so ausbreitet. Vorhin im Vorgespräch hast du auch so von Armen geredet, wo man dann ein Thema hat und dann streckt es noch irgendwie diese Arme aus in Unterthemen und so weiter. Wie kann man denn da am besten starten und so ein Cluster aufbauen? Hau ich jetzt alle Blogartikel von der Website erst mal runter? Oder wie ist da die Struktur, wie kann man da so rangehen?

Natascha:

Also, zwei unterschiedliche Sachen, wenn ich jetzt natürlich schon ganz viele Inhalte hab, dann schaue ich mir die an und überlege, wie kann ich die denn entsprechend von den Suchintentionen, die ich damit abgreifen möchte, gut strukturieren? Das heißt, ich brauch im Endeffekt eigentlich immer so ein Überblicksthemen-Cluster bzw. ein Überblicksartikel, sag ich jetzt mal, also ich spreche immer von Artikel, auch wenn mehr dazu gehört als Text, einfach nur, ja, weil es ein gutes Wort ist. Und von da aus will ich dann ja quasi die Leute weiterleiten und ich will auch die Leute, die sehr nischig einsteigen, also eben in diesen Ärmchen, will ich auch wieder auf andere Themen aufmerksam machen, die vielleicht dann im Anschluss interessieren könnten. Das heißt, ich überlege mir am Anfang immer, was ist so der Haupteinstieg, also die, sagen wir, meist undefinierte Frage. Bei uns wäre das zum Beispiel so was wie der generische Begriff Podcast-Marketing oder wie starte ich ein Podcast. Und daraus ergeben sich ja extrem viele Folgefragen, die dann jemand beantwortet braucht, wenn er oder sie sich entscheidet, okay, ich will das jetzt machen. Und das sind dann im Endeffekt diese Themen, die wir nach und nach auch aufbauen, die dann von dieser Pillar-Page wiederum abgehen.

Lukas:

Okay, also wenn wir die, wir haben jetzt die Inhalte schon mal jetzt gehabt und jetzt überlegen wir uns mal, so wie wir es jetzt auch hatten mit unserer Waldgeplauder-Seite, wir haben den Podcast gestartet, wir haben diese Waldgeplauder-Seite, die ist komplett frisch, komplett neu, da ist noch nichts vorhanden, wie und den, sagen wir, SEO- und Artikel-Teil, wie seid ihr da, vielleicht können wir das als Beispiel nehmen, wie seid ihr da rangegangen, wenn man so komplett frisch startet?

Natascha:

Genau, da ist wieder die Ausgangslage eine Keyword-Recherche. Davon hatten wir es ja auch schon in ein paar Folgen. Und da schauen wir uns dann natürlich einfach an, okay, was suchen die Leute auch? Das heißt nicht, dass wir das dann eins zu eins auch genau so in der Folge besprechen, aber ich weiß, okay, ich muss diese Themen irgendwie bei uns mal in der Folge abgedeckt haben, sodass wir dann eben auch Webseiten-Inhalt darauf basierend erstellen können. Wenn man jetzt kein Podcast macht, sondern sagt, okay, ich möchte nur diese Wissensseiten produzieren, mit eben Text, Bild, was auch immer, dann kann man dann natürlich, sag ich mal, noch ein bisschen schneller und strukturierter vorangehen, weil ich ja direkt weiß, okay, was ist meine Pillar-Page und was sind dann die Cluster, die ich brauche, um diese Pillar-Page glaubwürdig zu machen. Das heißt, im Endeffekt Keyword-Recherche, die Keywords wieder nach Keyword-Familien und Suchintentionen clustern und das Ganze dann auf ein URL-Konzept übertragen. Das ist jetzt der schnell durchlauf, weil wir das in der vorherigen Folge schon mal besprochen haben, passt das an der Stelle.

Lukas:

Ja, okay. Also, es klingt nach einer sehr langen Excel-Tabelle, die man sich erst mal wahrscheinlich anlegen muss mit den ganzen Themen und Unterthemen und so weiter. Du hast angesprochen, dass wir unseren Podcast haben, den wir als Basis haben. Und das ist, glaub ich auch, sag ich mal der übelste Hack, den man durchs Content-Marketing hat. Wir haben den Podcast, wir müssen uns prinzipiell, sag ich mal, hauptsächlich nur die Themen überlegen. Und dann reden wir einfach miteinander über diese Themen. Und dann haben wir natürlich eine geile Datenbasis und darauf basierend dann Artikel zu schreiben. Wenn man natürlich jetzt so was nicht hat, dann muss man sich natürlich erst mal Gedanken machen, inhaltlich, was man in diese Artikel überhaupt reinschreibt. Deswegen muss jetzt nicht jeder deswegen ein Podcast starten, auch wenn wir es natürlich sehr empfehlen. Aber man kann natürlich auch sagen, wir machen jetzt irgendwie ein Call im Team und hauen jetzt erst mal, wir haben ein Thema und diskutieren da eine Stunde drüber und jeder, der irgendwie Gedanken hat, schmeißt es da mit rein oder so. Und dann hat man ein Transkript von diesem Call, der natürlich jetzt nicht veröffentlicht ist, aber man hat trotzdem eine richtig gute Datenlage, die man wieder nutzen kann, um dann diese Artikel zu schreiben. Und wahrscheinlich kommt dann in dieser Diskussion auch noch ganz viele Themen raus, die man dann wieder anschneiden kann und wieder weiter verlinken. So, dass das Netz dann immer noch weiter spannt.

Natascha:

Genau, und vor allem hast du mit so einem Vorgehen eine Sache, die unerlässlich ist in deinem Content und das ist Information Gain. Das ist im Endeffekt nur ein Fachbegriff dafür, dass du neue Inhalte in deinem Content hast, den es halt so noch nicht im Internet gibt. Weil was wir gerade ganz, ganz viel erleben, ist halt dieses Thema, okay, dann machen wir halt schnell KI-generierten Content, für uns ein Wissens-Hub, bli bla blub. Und da gibt es dann ja aber meistens nichts Neues drin. Und Information Gain ist aber eines der wichtigsten Elemente, um überhaupt eine gute Positionierung in den organischen Suchsystemen zu bekommen. Weil es gibt ja gar keinen Grund, warum ich eine gute Position bekommen sollte, wenn durch meinen Artikel nicht ein Mehrwert zum Durchschnitt geschaffen wird. Und deswegen ist auch hier eben KI-Unterstützung im Prozess super cool. Aber es braucht eben diesen Information Gain und den bekommen wir halt durch Input von Leuten, die das dann tagtäglich machen.

Lukas:

Ja, und ich finde es auch, wenn man das gesprochen macht, kommen da viel mehr Infos, also ich merk’s zum Beispiel, wenn ich jetzt irgendwie mit einer KI chatte oder sowas, dann hab ich auch oft einfach die Spracheingabe als Input. Da hat man einfach viel mehr Infos reinhaut, wie wenn man jetzt alles tippen würde. Und genauso ist ja, wenn man jetzt Informationen sammelt für den Artikel, auch wenn es den Leuten möglichst einfach gemacht ist und sie einfach reden können, ihre Erfahrungen raushauen können. Und man nicht sagt, hier ist mein Fragebogen, hau mal deine Erfahrungen da rein, dann denken sie sich nach zwei Sätzen, boah, hab ich keinen Bock mehr weiterzuschreiben. Aber fünf Sätze mehr zu sagen in einem Call ist viel einfacher. Und dann einfach noch eine Geschichte mit reinzupacken oder eine persönliche Erfahrung, was mit dem Kunden gelaufen ist oder mal eine Schwierigkeit hatte, die man da weiter ausführen kann. Das find ich einfach sehr wertvoll. Da find ich es auch wichtig, diesen Workflow möglichst einfach zu machen. Also wie wir es jetzt machen, wir reden einfach miteinander. Wir haben uns davor ein bisschen Konzept gemacht, über was wir reden. Aber wäre ich jetzt in der Situation, wo ich sagen würde, oh, ich will jetzt die Artikel für die Webseite machen und ein Cluster schreiben, und ich müsste jetzt erst mal anfangen, zu tippen in einem leeren Blatt Papier, dann schiebt man es sich vor sich her und macht es dann nie.

Natascha:

Ein Punkt, der noch wichtig ist, wenn wir jetzt den Unterschied aufmachen, zwischen dem Blog und so einem tatsächlichen Wissenshub, wie wir das nennen, ist auch das Thema interne Verlinkung. Das ist ja auch was, irgendwie muss ja die Suchmaschine und natürlich auch die Webseitenbenutzer verstehen, es gibt überhaupt diese Ärmchen. Also es gibt dann diese weiterführenden Artikel. Und das ist zum Beispiel was, was in dem Blog oft ganz, ganz sträflich vernachlässigt ist, weil es da halt einfach keine Links zwischen den Artikeln gibt. Und wenn man das halt in so einem Cluster denkt, dann kann man halt auch direkt hingehen und sagen, ah, okay, und ich weiß, es gibt den Folgeartikel, es gibt den Vorgängerartikel, diese Frage baut darauf auf und dann da halt wieder die entsprechenden Verlinkungen setzen. Und das ist auch dann das, wo auf technischer Ebene das Verständnis von eben diesem Wissenscluster für die Suchmaschine viel einfacher gemacht wird. Und natürlich dann überhaupt auch die Auffindbarkeit für die Nutzer.

Lukas:

Ja, voll. Kann man auch ein bisschen vergleichen, wenn man wieder den Bogen spannt Richtung Videos. Oder machen ganz viele Plattformen zum Beispiel auch bei Instagram, zum Beispiel auch, dass man verwandte Reels verlinken kann. Also man lädt ein Reel hoch, und dann kann man sagen, ich hab irgendwie einen Teil eins schon gemacht, und dann kann man Teil eins in diesen Reels gleich verlinken, sodass die Leute gleich, wenn man jetzt eine längere Serie macht, da weiterspringen kann. Oder man kann zum Beispiel ein Reel machen über … Welche Mikrofone braucht man für ein Podcast, und dann kann man im Prinzip noch ein Reel verlinken. Hier unten ist das Reel noch, was für ein Licht du noch brauchst. Und das gleiche gibt es auf YouTube zum Beispiel auch, dass viele das ähnlich aufbauen wie sie das Cluster, dass man sagt, man hat sein YouTube-Video, und am Ende kann man auf andere Videos verlinken, sodass man dann wieder eine Folgefrage aufmacht im Video, und dann sagt, für die Frage kannst du jetzt hier klicken, und dann kommt man gleich zum nächsten Video. Und so kann ich es mir auf der Webseite auch gut vorstellen, dass man dann immer wieder einbaut, oder am Ende dann irgendwie einbaut. Okay, jetzt haben wir das Thema abgehakt. Jetzt haben wir aber eigentlich die Frage, die jetzt aufkommt. Hier ist der nächste Blogartikel und schon ist wieder die Person wieder fünf Minuten länger auf der Webseite, und das ist wahrscheinlich dann auch positiv für die Suchergebnisse.

Natascha:

Genau, und du hast jetzt wieder Blogartikel genannt, und an sich kann man es auch Blogartikel nennen. Bei Blogartikel ist eben oft nur bei den Menschen dann eben dieses Verständnis von, ah, ich hab da so ein Ding, und da schiebe ich alles rein, und es wird schon gut gehen.

Lukas:

Nennen wir das Content-Piece.

Natascha:

Content-Piece. Genau, und was da wichtig ist, ist der Unterschied zwischen, wie suchen halt die Leute zum Beispiel auf YouTube, und wie suchen sie in der Google-Suche? Weil manchmal werden dann zum Beispiel halt bei YouTube viel nischigere Fragen gestellt als in der Google-Suche. Und das muss ich mir einfach anschauen, auch dieses Ungleichgewicht, sag ich mal, und dann entscheiden, wie bereite ich den Content auf, weil wenn ich zum Beispiel auf YouTube irgendwie drei, vier Shorts hab, die an sich auf YouTube alle einzeln gesucht werden, kann es sein, dass das in der Google-Suche vielleicht eher durch eine Suchanfrage bzw. durch einen Keyword-Cluster abgedeckt wird, und ich die Information also am besten auf eine URL pack. Das heißt, im Endeffekt kann schon überall dann auch der gleiche Content sein, nur die Zusammenstellung muss halt dann wieder individuell pro Kanal gewählt werden.

Lukas:

Ja. Jetzt hab ich das Problem. Ich bin voll motiviert, eigentlich Content zu machen. Aber schau dann mal bei Mitbewerbern und seh so, okay, die ranken schon richtig gut, wie soll ich da überhaupt eigentlich dagegen ankommen, wenn ich jetzt so ganz früh starte? Hast du vielleicht noch so ein paar motivierende Worte, dass man sich den Anschub geben, dass man jetzt startet mit SEO.

Natascha:

Ja, motivierende Worte ist, wie immer, einfach machen und durchhalten, sich nicht entmutigen lassen. Also, es ist tatsächlich so, dass der Großteil im Web, eigentlich 96 Prozent der ganzen Seiten bekommt kein Traffic oder so gut wie kein Traffic, da gibt es eine Studie von atref zu. Und das ist wahnsinnig viel. Also, das Internet ist größtenteils einfach Müll. Und die Suchmaschinen verstehen das natürlich. Und es wird gerade nur noch viel schlimmer, dadurch, dass ja noch mehr Müll dazukommt durch dieses ganze KI-generierte, die ganzen KI-generierten Inhalte. Das heißt, der Versuch, sich wirklich abzuheben durch Qualität und das auch einfach durchzuziehen und nicht auf die vermeintlich einfache Lösung zu vertrauen und zu denken, das wird schon irgendwie gut gehen.

Lukas:

Ja, das finde ich, ist ein gutes Schlusswort für die Folge. Würd sagen, lasst euch nicht demotivieren, wie du gesagt hast, wie viele Webseiten einfach unsichtbar sind und nicht gesucht werden, dann kann man richtig gut herausstechen, wenn man das Ganze noch verbindet mit Podcast, mit YouTube-Videos, mit multimedialen Sachen. Und natürlich reicht natürlich auch nicht nur die Webseite aus, sondern am besten ist man auf den anderen Plattformen auch noch aktiv, sodass man die Fühler noch auf andere Plattformen und nicht nur auf die Webseite in verschiedenen Themen ausstreckt.

Natascha:

Genau, die Ärmchen müssen überall sein.

Lukas:

Genau, würde ich auch sagen. Sehr schön. Dann bis zur nächsten Folge.

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